München und Thomas Mann
Literaturinteressierte Deutschschüler aufgepasst!
In München, zweitgrößte Verlagsstadt der Welt, hat lange Zeit ein besonderer deutscher Schriftsteller gelebt: Thomas Mann, der 1929 den Nobelpreis für seinen „Buddenbrooks“ erhielt, weilte 20 Jahre in einer Villa im feinen Münchner Stadtteil Bogenhausen (Poschingerstraße 1). Diese Villa ist Entstehungsort von Weltliteratur und Schauplatz so mancher Erzählung des Nobelpreisträgers. Im Arbeitszimmer des Hauses schrieb Thomas Mann den "Zauberberg" und die ersten beiden "Joseph"-Romane, im Salon empfing er Gerhart Hauptmann und Oskar Maria Graf.
Nach der Wahl Hitlers zum Reichskanzler kehrte Thomas Mann von einer Vortragsreise im Ausland nicht wieder in seine Münchner Villa zurück: Ein Vortrag Manns über Richard Wagner war von den Nazis und ihren Geistesverwandten mit unheilvoller Schärfe angegriffen worden. Die Plünderung der Mann'schen Bibliothek und die Beschlagnahme des Anwesens folgten auf dem Fuß.
Das Haus wurde während des Zweiten Weltkrieges zerbombt. Nach dem Verkauf des Grundstücks 1952 errichtete der neue Besitzer darauf einen Bungalow. Heute hat ein kunstsinniger Bankmanager auf dem Gelände ein Privathaus, dessen Fassade aussieht wie das einstige Dichterdomizil, errichten lassen. Es werden sogar literarische Spaziergänge an der weltbekannten Fassade angeboten! Begebe Dich, als Deutschschüler, auf die Spuren eines der bekanntesten deutschen Schriftsteller nach deinem Deutschkurs in München.
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