Weihnachtspackerl. Über das Schenken.

Ich heiße Katharina und ich bin schon seit ein paar Jahren Teil des 

DeutschAkademie-Teams. 

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und beschert uns eine ganz besondere Zeit. Es ist unübersehbar, an jeder Ecke kann man es riechen, sehen, fühlen und hören. Die Einkaufsstraßen sind prunkvoll geschmückt, sie leuchten in träumerischem Glanz und der Duft von warmen Punsch und Glühwein steigt auf. Spätestens dann, wenn Wham „Last Christmas“ aus dem Radio trällern, wird mir bewusst, es „weihnachtet“ schon.

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Ja, richtig, bald ist Weihnachten! Wir feiern Weihnachten, das Fest, an dem wir unsere Liebsten beschenken möchten. Habt ihr schon alle eure Weihnachtsgeschenke? Die Idee bzw. Tradition, sich an Weihnachten zu beschenken, verdanken wir unseren Vorfahren aus dem 13. Jahrhundert.

„Alle Jahre wieder“ – wie uns schon das bekannte Weihnachtslied besagt – kommt nicht nur das Christkind wieder, sondern mit ihm auch die große Frage „WAS soll ich schenken?. Jedes Jahr sind Millionen Menschen auf der Suche nach dem perfekten Geschenk. Kluge Köpfe haben sogar eigene Homepages nur für Geschenksideen entwickelt, geordnet nach Geschlecht und Bereichen. Nach Durchsicht dieser Webpages muss ich jedoch die Praxisrelevanz dieser Ideen in Frage stellen…

Soll  Papa wieder die alljährliche Krawatte bekommen, Tante Gerda das gewohnte Dufthäuschen und die Kinder wieder irgendwelche abartigen, aber „voll trendigen“ Actionfiguren? Zielloses Schlendern durch die überfüllten Einkaufsstraßen, bestückt mit einer Gefühlspackung Überforderung ist die Folge. Manchmal hat man Glück und man weiß bereits Mitte November, dass in der Boutique unten an der Ecke der grüne Pulli hängt, von dem Mutti schon seit einer Woche schwärmt. Tja, manchmal ist es einfach, manchmal wird es jedoch zu einer schweren Aufgabe die Geschenke für alle Lieben zu besorgen!

Dieses Jahr habe ich mir Gedanken über die Bedeutung des Schenkens gemacht. Etwas Schenken, bedeutet für mich, sich über jemanden Gedanken zu machen. Warum beschenke ich jemanden? Ich möchte jemandem eine Freude bereiten. Es gibt nichts was mehr Herz erwärmend ist, als eine gute Freundin dabei zu beobachten, wie sie die Verpackung öffnet und ihr beim Anblick des Geschenks ein Lächeln über die Lippen huscht, welches mir verrät, dass ich sie wirklich beschenkt habe.

Ja, ich möchte jemandem eine Freude machen – dies sollte auch der Sinn des Schenkens sein! Aber geht das nur über materielle Geschenke? Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass heutzutage ZEIT die größte Mangelware in unserer Überflussgesellschaft ist. Zeit für die Familie, Zeit für Freunde.

Weihnachten bedeutet für mich: Zeit nehmen, Zeit haben und Zeit schenken.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine besinnliche WeihnachtsZEIT!

 

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