Author Archives: Veronica

Zurück nach Hause

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist mein letzter Tag an der DeutschAkademie! Bald beginnt das neue Semester in Italien und ich muss zurück. Ich habe nämlich von September bis Ende Januar als Erasmus-Studentin hier an der Uni Wien studiert und bald werde ich nach Hause zurückfahren. Wie Schade! Ich liebe Wien und ich werde es so sehr vermissen. Ich möchte als erstes meiner Lehrerin für alles danken… Und meinen Kollegen und Kolleginnen wünsche ich das Beste! Ich freue mich über den Kurs, denn ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch viel Spaß am Lernen gehabt und etwas über andere Länder erfahren. Und ich freue mich, dass ich die Chance hatte, für den Blog zu schreiben: Es war sehr interessant!

Nochmals vielen Dank für alles!

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P.S. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich so viel Schnee gesehen!

Leseratten

Im vorletzten Unterricht haben wir unter anderem von „Leseratten“ gesprochen, d.h. Leute, die gerne und viel lesen, und wir haben einen Artikel gelesen, der von der deutschen Schriftstellerin Doris Dörrie geschrieben wurde. Im Text geht es um Lesefimmel und die Schriftstellerin erzählt, wie sie mit dem Lesen begonnen hat und warum sie sich nicht vorstellen könnte, an einen Abend ins Bett zu gehen, ohne vorher etwas gelesen zu haben. Ich fand den Artikel sehr interessant und ich bin auch der Meinung, dass eine Verfilmung oft nicht so gut wie das Buch ist. Manchmal werden nämlich Details ausgelassen, Teile der Geschichte werden geändert und das alles enttäuscht den „treuen“ Leser.

Wir haben auch ein paar Übungen zum Thema gemacht und ich habe neue Wörter und Redewendungen gelernt. Hier habe ich einige davon aufgelistet:

  • auslesen = zu Ende lesen
  • belesen = gebildet
  • wie ein Buch reden = sehr viel reden
  • ein Buch mit sieben Siegeln sein = unverständlich, nicht durchschaubar sein
  • wie gedruckt lügen = viel und gut lügen

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Bim, Paradeiser und Sackerl

Als ich in Österreich angekommen bin, habe ich bemerkt, dass die Sprache ganz anders als in Deutschland ist. Das erste Mal im Supermarkt habe ich den Verkäufer nach einer Tüte gefragt, und dann habe ich festgestellt, dass man hier das Wort Sackerl benutzt. Tomaten sind Paradeiser, also Paradeisersuppe statt Tomatensuppe und die Straßenbahn heißt Bim. Auch Grüße sind ganz anders: Oft werde ich mit Servus und grüß Gott gegrüßt und ich habe Leute gehört, die baba statt tschüss benutzen.
Hier eine kurze Liste von Wörter, die ich häufig gehört habe:

  • Jänner -> Januar
  • heuer -> dieses Jahr
  • Sahne -> Obers
  • Bussi -> Kuss
  • Erdapfel -> Kartoffel
  • Straußwirtschaft -> Heuriger
  • Marille -> Aprikose
  • Kipferl -> Croissant
  • Palatschinken -> Pfannkuchen
  • Trafik -> Tabakwaren
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Palatschinken

Traditionen

Meine Kollegen und Kolleginnen kommen aus verschiedenen Ländern (Frankreich, Russland, Südkorea, Spanien, Polen usw.) und während des Kurses hatte ich die Gelegenheit, viel über ihre Heimat zu erfahren. Jeder von uns hat nämlich im Kurs über einige Traditionen erzählt. Das, was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Tradition der Ungarn für Osterzeit: Ein Kollege, der aus Ungarn kommt, hat uns davon erzählt. Jungen und Männer gehen zu ihren Bekannten, um Frauen mit Wasser oder manchmal mit Parfüm zu gießen! Aber bevor sie das machen, müssen sie ein Gedicht vorlesen. Danach bekommen sie bunte Eier von den Frauen als Geschenk! Das alles hat natürlich eine symbolische Bedeutung und wenn ich mich richtig erinnere, ist dieser Brauch auch in Polen bekannt.

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Ich habe eine Tradition gewählt, die in meiner Region üblich ist, aber ich weiß nicht genau, wann sie entstanden ist. In den winterlichen Monaten, vor allem in Dezember, aber an manchen Orten auch in Januar, springen die Leute ins Wasser am Meer. Die Temperatur ist auf jeden Fall höher als in Österreich, aber trotzdem ist das Wasser sehr kalt! Am Strand ist immer etwas zum Trinken und Essen und der Rettungsdienst ist natürlich immer dabei, falls ein Mensch schlecht fühlt.

Weitere Ausflugstipps

Zwei Städte, die ihr unbedingt besuchen solltet, sind Salzburg und Graz. Wenn ihr am Wochenende Zeit haben, nehmt ihr den Zug oder den Bus und besucht sie! Als ich in Salzburg war, war es zu kalt und windig und ich muss zugeben, dass ich die Stadt nicht so sehr genossen habe. Aber die Stadt ist wunderschön und der Blick von der Festung Hohensalzburg ist toll. Einzigartig ist auch der Dom am Domplatz. Salzburg ist weltweit bekannt, weil Wolfgang Amadeus Mozart dort geboren wurde. Man kann nicht nur sein Geburtshaus in der Getreidegasse 9 besuchen, sondern auch sein Wohnhaus!

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Mozarts Geburtshaus in Salzburg

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Salzburg

Als ich in Graz war, war es ziemlich kalt aber sonnig. Eine Freundin eines Kollegen von mir hat uns durch die Stadt geführt und viel über ihre Geschichte berichtet. Wir haben den wunderschönen Dom besucht, das Glockenspiel am Glockenspielplatz gesehen und den Weihnachtsmarkt am Schlossberg genossen. Um den Schlossberg zu erreichen, kann man den Schlossberglift nehmen oder einfach zu Fuß gehen. Die Stimmung war echt toll und das Panorama ist atemberaubend: Man hat einen Blick über die ganze Stadt und viele Sehenswürdigkeiten können von oben entdeckt werden, wie z.B. das Kunsthaus mit seiner beeindruckenden Architektur.

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Das Kunsthaus in Graz

Wie hat mir der Kurs geholfen?

Der Intensivkurs ist fast am Ende und ich kann euch sagen, dass er sich gelohnt hat. Im Kurs habe ich viel gelernt und obwohl Themen besprochen wurden, die ich schon kannte (Modalverben, Passiv usw.), haben wir schwierige Übungen dazu gemacht. Im Kurs hatte ich auch die Möglichkeit, viel zu sprechen und zu schreiben. Neben den Artikeln für den Blog konnte ich nämlich jede Woche einen Brief oder Ähnliches abgeben und ich habe immer ein Feedback bekommen. Das war wirklich hilfreich, weil ich die Möglichkeit hatte, verschiedene Themen zu behandeln, meinen Wortschatz zu erweitern und vor allem meine Schwächen festzustellen. Ich weiß, dass ich manchmal noch Schwierigkeiten beim Hören habe, aber ich fühle mich sicherer beim Sprechen.

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Die DeutschAkademie befindet sich direkt gegenüber der Oper

Kennt ihr euch schon mit dem Passiv aus?

Zuerst möchte ich den Unterschied zwischen Vorgangspassiv und Zustandspassiv erklären. Mit dem Vorgangspassiv beschreibt man eine Handlung oder einen Prozess. Das Zugangspassiv wird verwendet, um einen Zustand oder ein Resultat zu beschreiben.

  • Wann wird Passiv verwendet?

Das Passiv wird benutzt, wenn die Handlung wichtig ist und der Täter unbekannt oder unwichtig ist. Das Vorgangspassiv wird mit dem Hilfsverb werden + Partizip II gebildet. Das Zugangspassiv wird mit dem Hilfsverb sein gebildet (z.B. die Tür ist geschlossen).

Jetzt möchte ich euch die Formen des Vorgangspassivs zeigen.

Passiv Präsens = das Brot wird gebacken

Passiv Präteritum = das Brot wurde gebacken

Passiv Perfekt = das Brot ist gebacken worden

Passiv Plusquamperfekt = das Brot war gebacken worden

Passiv Futur I = das Brot wird gebacken werden

Passiv Futur II =  das Brot wird gebacken worden sein

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Kaffee und Kuchen

Kaffee und Kuchen ist immer eine gute Idee. In diesem Beitrag habe ich eine kurze Liste von Cafés in Wien verfasst.

  • Aida – Es handelt sich um eine Kette und die Filiale am Stephansplatz ist vielleicht am einfachsten erreichbar. Aida ist ein Café mit Konditorei und bietet Kaffee, Torten, Schnitten, Snacks und viel mehr. Ich habe gerade herausgefunden, dass Aida-Produkte auch online gekauft werden können! Ist das nicht super? 🙂

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  • Kaffe Alt Wien – Es wurde am 14. Oktober 1922 erstmals eröffnet und 1936 von Leopold Hawelka und dessen Frau Josefine übernommen. Am schönsten ist die gemütliche Atmosphäre. Das Café befindet sich in der Bäckerstraße 9.

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  • Café Votiv – Hier kann man Kaffee und warme Speisen genießen. Das Café ist ganz in der Nähe der Hauptuniversität und ist eine gute Lösung für die Mittagspause.

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Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten. Ich habe nur ein paar Cafés gelistet, die ich kenne. Vor kurzem habe ich auch CupCakes Wien probiert. Es handelt sich um eine Kette: Man kann Cupcakes mitnehmen, aber auch sie direkt im Café kosten. Wenn ihr im Museumsquartier seid, könntet ihr das Café im mumok besuchen.

Lust auf Süßigkeiten? Worauf wartet ihr? 🙂

Mein Hobby


Jeder von uns wird im Unterricht einen Vortrag halten. Wir haben schon verschiedene Themen besprochen, wie z.B. vegetarisches Essen, Tierquälerei, das Internet der Dinge und viel mehr. Da ich mich für Astronomie interessiere, habe ich etwas über diese Wissenschaft erzählt und ich habe gezeigt, wie man Astronomie betreiben kann, ohne Astronom oder Astrophysiker zu sein. Je nach Interesse kann man sich für ein Teleskop oder ein Fernglas entscheiden, aber sogar mit einem Handy kann man heute viel tun: Es existieren nämlich verschiedene Apps, mit denen die verschiedenen Objekte im Himmel identifiziert werden können. Dafür braucht man nur ein Handy und das GPS. Wenn man nicht viel über Astronomie weiß, hat man viele Möglichkeiten, sich zu informieren. Als ich in Wien angekommen bin, habe ich gefunden, dass das Institut für Astrophysik an der Universitätssternwarte ein Programm für die Öffentlichkeit am zweiten Freitag eines jeden Monats bietet. Es heißt „Nachts auf der Sternwarte“ und die Vorträge sind auch für Leien geeignet (http://sternwartennaechte.univie.ac.at/). Das Naturhistorische Museum in Wien beherbergt die weltweit größte Meteoritenschausammlung und die Ausstellung „Wie alles begann. Von Galaxien, Quarks und Kollisionen“, die bis zum 1. Mai 2017 dauert. Weitere Info zum Thema können auch online erhalten werden. Dazu empfehle ich euch die Website der ESO (European Southern Observatory, https://www.eso.org/public/austria/?lang), die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt.

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Beobachtung des Monds

Spaß haben in Wien

In Wien ist immer was los. Ihr habt viele Möglichkeiten, richtig zu feiern. Es gibt nämlich verschiedene Studentenorganisationen, die regelmäßig Veranstaltungen und Partys organisieren. Die Studentenorganisation ESN (http://www.esnuniwien.com/) organisiert z.B. jede Woche einen Stammtisch in Bars oder Pubs und das ist eine gute Möglichkeit, viele neue Leute aus aller Welt kennenzulernenJ Aber es werden auch andere Events organisiert, wie z.B. Karaoke-Abende, Waltz-Kurse und Ausflüge.

Meine Lieblingsbar ist Beer Street. Sie befindet sich am Passauer Platz und bietet eine unglaubliche Vielfalt von Bieren an! 🙂 Oft treffen sich Studenten auch in der Lava Lounge, im ersten Stock der alten Markthalle in der Nußdorfer Straße 22. Wenn ihr aber echte Diskofans seid, dann habt ihr auch viele Möglichkeiten: ich kenne z.B. die Säulenhalle am Heldenplatz und kurz vor Weihnachten war ich (im) WUK, wo eine Silent Disco organisiert wurde: Jeder Teilnehmer hat einen kabellosen Kopfhörer erhalten und konnte auf zwei Kanälen zwischen zwei DJs auswählen, die live spielten. Die Stimmung war echt toll! Aber wie gesagt, die Möglichkeiten sind unendlich. Man muss nur überlegen, wofür man sich interessiert. Wenn ihr keine Diskofans seid, dann könntet ihr ins Theater oder ins Kino gehen, oder einfach einen Rundgang im Stadtzentrum machen. Und wenn es zu kalt ist, dann würde ich euch einen Kuchen in einem der vielen wienerischen Café empfehlen. Aber darüber werde ich vielleicht in einem anderen Eintrag sprechen.

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Beer Street

Die ersten zwei Wochen an der DeutschAkademie

Hallo ihr Lieben!

Die ersten zwei Wochen an der DeutschAkademie sind schon vorbei und ich möchte euch davon erzählen! 🙂

Ich besuche den Kurs, der abends von 18:15 Uhr bis 21:15 Uhr stattfindet, und in der Klasse sind wir etwa zehn. Meine Kollegen und Kolleginnen kommen aus verschiedenen Ländern und die Atmosphäre in der Klasse ist toll! Alle sind sehr freundlich und wir haben mehrmals in Gruppen gearbeitet. Während die meisten arbeiten, habe ich noch Unterricht an der Uni und muss regelmäßig Projekte und Hausaufgaben abgeben. Daher war es für mich ein bisschen Schwierig, während der Woche alle Übungen zu machen, aber die Lehrerin hat uns die Möglichkeit gegeben, einige Hausaufgaben in der folgenden Woche abzugeben. Ich bin mit dem Kurs sehr zufrieden, denn ich habe die Möglichkeit, meine Sprachkompetenzen zu verbessern. Wir haben nämlich das Schreiben, Hören und Sprechen geübt und jeder von uns wird im Laufe des Kurses einen Vortrag halten. Im Kurs verwenden wir ein Buch und auch Kopien, wenn die Lehrerin ein Thema vertiefen möchte.

Was kann ich noch dazu sagen? Die Lage der Schule ist perfekt: Sie ist mit verschiedenen S-Bahn-Linien erreichbar und sie befindet sich gegenüber der Oper. Ich habe auch das Glück, im Klassenraum mit Blick auf die Oper lernen zu können. Gibt es was Besseres? 😉

LG

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Wiener Staatsoper